Hugo von Hofmannsthal macht Mut. Abbildung der website der Salzburger Festspiele

„Modifizierte Festspiele scheinen möglich“

„Wo der Wille nur erwacht, dort ist schon fast etwas erreicht.“ Mit diesem Zitat von Hugo von Hofmannsthal, einem Mitbegründer der Salzburger Festspiele vor 100 Jahren, titelt die website der Salzburger Festspiele derzeit (17.05.) zum Stand der coronabedingten Unsicherheit, Unsicherheit darüber, ob und in welcher Form die Salzburger Festspiele in diesem Jahr werden stattfinden können. Im 100. Jahr ihres Bestehens. Kernaussage: Modifizierte Festspiele scheinen möglich.

„Es zeigt sich, wie richtig die Strategie des Direktoriums war, die Festspiele nicht vorzeitig abzusagen, sondern die Entwicklung der Pandemie abzuwarten und sich selbst den 30. Mai als Zielpunkt für die Entscheidung zu setzen. Die Festspiele sind guten Mutes, dass sie trotz Corona ein Zeichen für die Kraft der Kunst gerade in schwierigen Zeiten setzen können.“ so die Salzburger Festspiele auf ihrer website.

1000 Personen pro Veranstaltung

Diese Zuversicht gründet sich auf die Ankündigung der österreichischen Bundesregierung auf der Pressekonferenz vorgestern (15.05.) zur Planung bezüglich Menschenansammlungen in nächster Zeit. Ab August sind die nämlich bis 1000 Personen erlaubt. Die Bregenzer Festspiele sind bereits abgesagt worden. Das dürfte daran liegen, dass auf der Seebühne im Bodensee 7000 Menschen Platz haben und für einen wirtschaftlichen Betrieb hier wohl auch eine hohe Auslastung nötig ist – eben deutlich über 1.000 Personen pro Veranstaltung.

In Salzburg liegen die Dinge etwas anders. Dazu die Salzburger Festspiele: „Sicher ist, dass es aufgrund der neuen Gesundheitsvorschriften die Festspiele nicht in dem programmatischen und zeitlichen Umfang, wie vor Ausbruch der Pandemie vorgesehen, geben kann. Die Festspiele werden daher am 25. Mai 2020 dem Kuratorium eine Alternative für dieses extrem fordernde Jahr vorlegen.“ Und weiter: „Modifizierte Festspiele scheinen möglich.“

Im Juni werden die Salzburger Festspiele also ein modifiziertes Programm veröffentlichen. Auch das Procedere zur Abwicklung bereits gekaufter Tickets soll in Kürze bekannt gegegeben werden. Wir warten also gespannt darauf, wie die Salzburger Festspiele ihren 100. Geburtstag begehen werden. Wie Hugo von Hofmannsthal schon sagte: „Wo der Wille nur erwacht, dort ist schon fast etwas erreicht.“ Hoffen wir, dass er recht behält!

Salzburger Festspiele

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