DomQuartier Salzburg: „Überall Musik!“
Foto: DomQuartier/Widrich

„Überall Musik!“

Auf Entdeckungsreise durch 200 Jahre Salzburger Musikgeschichte an Originalschauplätzen im DomQuartier: „Überall Musik!“.

Die Pandemie ist weit davon entfernt, bewältigt zu sein. „Der Wettlauf ist längst verloren. Es wird kommen wie in England“ so die Virologin Melanie Brinkmann heute (5.02.21) im Interview auf Spiegel online. Aussichten, die nicht optimistisch stimmen, auch wenn die Infektionszahlen momentan im Sinkflug sind. Wir werden uns möglicherweise mit weiteren Rückschlägen und Komplikationen abfinden müssen.

In Österreich soll der strikte Lockdown am Montag teilweise gelockert werden, Neben Regelungen für andere Lebensbereiche werden auch Museen und Bibliotheken, Büchereien und Archive ab 8.02.2021 wieder geöffnet – mit FFP2-Maske. Und so wagt das DomQuartier in Salzburg ab Montag erste Schritte zurück in die Normalität.

„Überall Musik!“ Musikalische Entdeckungsreise an Originalspielstätten

Das DomQuartier widmete sich 2020 der großen musikalischen Tradition Salzburgs, die untrennbar mit der Geschichte und den Räumen des Residenz- und Dombereichs verbunden ist und schon lange vor den Salzburger Festspielen begründet wurde.

Glanzvolle Zeiten, illustre Gäste, prachtvolle Feste und herrliche Musik, ein internationales Staraufgebot und bedeutende Premieren gab es schon unter den Fürsterzbischöfen im 17. und 18. Jahrhundert an heute noch existierenden Orten wie der Residenz mit Carabinierisaal, Rittersaal, Thronsaal und Schöner Galerie sowie dem Salzburger Dom.

Abendunterhaltung in exklusivem Rahmen

„Überall Musik!“ lädt dazu ein, in die Zeit der Fürsterzbischöfe und ihrer Hofkomponisten einzutauchen, erzählt von pompösen Events für hohe Gäste, von großen und kleinen Feiern zu besonderen Anlässen, von Abendunterhaltungen in exklusivem Rahmen und von Musikern, die ein unentbehrlicher Bestandteil dieses breitgefächerten fürstlich-repräsentativen Festbetriebes gewesen sind.

Das DomQuartier beleuchtet die Musikgeschichte Salzburgs seit Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (reg. 1587-1612), der mit seiner Neuregelung der „hochfürstlichen Musica“ die Basis für eine lang anhaltende musikalische Blütezeit schuf. Die Hofkomponisten hatten alle Bereiche, die im kirchlichen und weltlich-höfischen Leben eine Rolle spielten, mit Musik zu beliefern, die neuen Kompositionen einzustudieren und die Aufführungen zu leiten. Alle gängigen und damals modernen musikalischen Gattungen wurden gepflegt.

Authentizität in historischen Räumen

Die Ausstellungsgestalter – Virgil Widrich (checkpointmedia) und Hans Kudlich (Studio Kudlich) – entwickelten punktuelle moderne architektonische Interventionen, die den damaligen Fest- und Musikbetrieb erlebbar machen und als Projektionsfläche von Installationen der Phantasie der Besucherinnen und Besucher dienen. Das macht die Authentizität der historischen Räumlichkeiten spürbar.

Man kann also ab Montag in Salzburg wieder live in Kultur eintauchen, wenn auch mit Hygienekonzept und Maske. Hoffen wir, dass das tatsächlich der Anfang von der Rückkehr zu normalem Leben ist. Und hoffen, dass Melanie Brinkmann’s Befürchtungen sich nicht bewahrheiten. Und wir uns so langsam auch auf queere Events in der Schönen an der Salzach freuen dürfen.

Ab 8.02.2021 „Überall Musik!“ im DomQuartier
Wegen Corona bis 2. Januar 2022 verlängert.

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