Damals in New York

Roman Forisch, gebürtiger Salzburger und zertifizierter Austria Guide erzählt die Entstehungsgeschichte des Pride Boat der HOSI Salzburg, damals in New York.

„Am 28. Juni 1969 frühmorgens um 1.20 Uhr wurde im Stonewall Inn in New York eine Polizeirazzia durchgeführt. Ziel waren die in der beliebten Szenebar um den Tod der Schwulenikone „Judy Garland“ (Over the rainbow) trauernden Schwulen, Transen und Drag Queens. Der Kampf gegen die permanente Diskriminierung und Repression durch die Polizei entzündete sich an dieser willkürlichen Razzia und dauerte fünf Tage. Er war der Beginn der Lesben- und Schwulenbewegung. Das ist jetzt 51 Jahre her!

Bis 2001 lebte ich noch in New York und die Gay Pride Parade war immer Fixpunkt im Jahreskalender. Nach der Parade ging die Party weiter – auf dem Hudson River mit dem Pride Boat. Ein New Yorker Highlight.

Heute auf dem Wolfgangsee

Nach meiner Rückkehr in die Heimat habe ich gleich so eine Party auf dem Wasser organisiert. Zunächst auf dem Mondsee und Attersee. Dieses Jahr, 51 Jahre nach dem Beginn der Gay Pride Bewegung, feiern wir auf der MS Salzburg am Wolfgangsee am 20. Juni 2020 wie Millionen Schwule und Lesben in New York und auf der ganzen Welt.“

Das Pride Boat-Wochenende ist eingebettet in zahlreiche Veranstaltungen. So gibt es z.B. eine queere Stadtführung oder einen Fetischflohmarkt. Und dieses Jahr mit einem Welcome-Abend am 19.06. in der Rooftop Bar des arte Hotels am Salzburger Hauptbahnhof.

Aus aktuellem Anlass steht leider noch nicht fest, ob das Pride Boat auch in diesem Jahr wird ablegen können. Im Moment (Stand 27.03.2020) schaut es nicht so aus. Zumindest für den 20. Juni. Aber wer weiß? Vielleicht kommt auch alles ganz anders als prognostiziert und wir können am 20. Juni eine „Welcome-back-to-life“-Party auf dem Schiff feiern? Vielleicht machen wir eine Spontanaktion? Oder wir verschieben das Pride Boat auf den Herbst. Sobald es dazu etwas Neues gibt, wird es hier zu lesen sein.
Stay tuned! Hier bei gaysalzburg.at

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