Gigi La Pajette: Gastgeberin der Langen Nacht der Vielfalt. Foto: Deborah Dominguez

Lange Nacht der Vielfalt ist abgesagt

Die Lange Nacht der Vielfalt wurde gestern Abend (15.09.) von der HOSI Salzburg abgesagt – leider. Die Entwicklung der Corona-Pandemie lässt keine andere Möglichkeit. Die österreichische Regierung hat die Corona-bedingten Einschränkungen in vielen Lebensbereichen verschärft, auch natürlich für die Gastronomie. So muss Barpersonal einen MNS tragen, Gäste müssen mindestens 1 m Abstand halten. Alles Dinge, die einer lockeren Partynacht, wie es die Lange Nacht der Vielfalt gewesen wäre entgegen stehen.

Die HOSI-Feste sind für dieses Jahr sowieso schon alle gecancelt, größere Veranstaltungen und damit Feiern, wie wir es vor einem Dreiviertel Jahr noch gekannt haben, haben zur Zeit leider keine Konjunktur. Da war der CSD am vorletzten Wochenende eine Ausnahmeerscheinung.

Ein Wochenende war so etwas wie Normalzustand erinnerbar. Vielleicht war dieser CSD der letzte seiner Art in unseren Breiten? Wer weiß, wann ein Impfstoff verfügbar ist? Und wie lange es dauert, bis der flächendeckend eingesetzt werden kann? Vielleicht wird Gay Pride 2021 wieder in bekannter Art gefeiert werden. Vielleicht auch nicht. Und was macht das alles mit der Gastronomie und Hotelerie?

Es wird eng!

Die Salzburger Nachrichten haben gestern einen Blick auf die Situation der Hotelerie in Salzburg zu Corona-Zeiten geworfen. Die Auslastung der Hotels verzeichnete in Salzburg im August einen Rückgang um ca. 49%, fast die Hälfte eines normalen August. Die ersten Hotels haben nach Kurzarbeit bereits Kündigungen im großen Stil angekündigt, so zum Beispiel das Sacher in Wien und Salzburg. Wenn für einen wirtschaftlichen Betrieb eine Auslastung von ca. 50-60% nötig ist, wie die Branchensprecherin in der Wirtschaftskammer Österreich, Susanne Kraus-Winkler gestern (15.09.) in den Salzburger Nachrichten zitiert wird, lässt das erahnen, in welchen wirtschaftlichen Schwierigkeiten sich das Hotelgewerbe derzeit befindet. Das selbe gilt für die Gastronomie. Jede Zunahme des Infektionsgeschehens lässt den restlichen Optimismus und das Durchhaltevermögen weiter zerbröseln. Und vorläufig die Aussicht in weite Ferne rücken, gewohntes Ausgeh- und Feierverhalten, wie wir es aus Vor-Corona-Zeiten kennen zu zelebrieren. Und so ist nach dem Pride Boat auch die Lange Nacht der Vielfalt abgesagt – leider!

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