Stiftung Mozarteum

#kleinePauseMozart

Im Rahmen der corona-bedingten #kleinePauseMozart der Stiftung Mozarteum präsentiert das Musikerpaar Ariane Haering & Benjamin Schmid in Ihrem „THE VIENNA RECITAL“ genannten Konzert ein abwechslungsreiches und virtuoses Programm mit Werken von Mozart, Franz Schubert und Fritz Kreisler.

Das Konzert des Salzburger Geigers Benjamin Schmid und seiner Frau, der international renommierten Pianistin Ariane Haering beginnt mit Mozarts dreisätziger Sonate KV 306. Mozart‘s einzige Sonate mit einer ausgeschriebenen Kadenz für beide Instrumente, was auf einen orchestralen Hintergrund schließen lässt. Angeblich war sie als Doppelkonzert konzipiert. Der dritte Satz ist „mit Tempo di Menuetto“ überschrieben. Der berühmte Musikwissenschaftler Alfred Einstein bezeichnete diesen dritten Satz als „Balsam auf eine wunde Seele“. Er sei «einzig in seiner Art», nicht nur unter Mozarts Zeitgenossen, sondern auch sämtlichen Nachfahren. „Balsam auf eine wunde Seele“ können viele Mitmenschen zur Zeit vermutlich gut brauchen.

Der böhmische Paganini

Darauf folgt Schuberts Fantasie C Dur  D 934. Franz Schubert wurde zu seinen virtuosesten Violinwerken durch einen exorbitanten Geiger inspiriert, den „böhmischen Paganini“ Josef Slawik. Bei der Uraufführung 1828 leerte sich der Saal. Denn zu ungewohnt war das Werk für damalige Ohren, heute ist es als Meisterwerk anerkannt. Beide Werke sind zentrale Stücke des Repertoires des Duos Schmid/Haering, das schon als Traumpaar der klassischen Musik bezeichnet wurde.

Benjamin Schmid, violin Ariane Haering, piano Mozart Sonate K377, 1. Allegro, 2. Andante con variazioni, 3.Tempo di Menuetto Schubert Fantasie C, D 934

Im zweiten Teil erklingen dann Werke von Fritz Kreisler, dem Wiener Geiger-Komponisten. Sie gipfeln in der „Viennese Rhapsodic Fantasietta“. In Fritz Kreislers letzter Komposition, entstanden 1941 und 1942, blickt er von New York aus auf das Wien seiner Kindheit und Jugend zurück. Wien wird zu dieser Zeit unter den Bomben des Zweiten Weltkrieges in Schutt und Asche gelegt. Das ist in seiner kunstvollen Wiener Fantasie wirklich genial. Dieses Werk Fritz Kreisler‘s ist vor allem Benjamin Schmid seit jeher ein grosses Anliegen.

Benjamin Schmid, violin Ariane Haering, piano Live Salzburg Recital, part 2 Fritz Kreisler: Arrangements and Originals – J.S. Bach: Prelude – N. Paganini: La Campanella – C. Scott: Lotusland – F. Kreisler: Viennese Rhapsodic

Die Stiftung Mozarteum hat dieses bisher unveröffentlichte „The Vienna Recital“ aus dem Großen Saal von dem Musikerpaar erhalten. Sie stellt es exklusiv bis zum 17. Mai online im Rahmen der corona-bedingten #kleinepausemozart zur Verfügung.

Stiftung Mozarteum

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