Das Andräviertel: vom Mittelalter in die Neustadt

Stadtansicht um 1790. Die ehemalige Stadtmauer ist heute die Franz-Joesph-Straße

Das heutige Andräviertel Salzburgs liegt rund um die Andräkirche gegenüber dem Schloss Mirabell. Im 11. Jahrhundert hatte die Salzburger Altstadt jedoch nur einen kleinen Brückenkopf auf der rechten Salzachseite. Heute das Platzl am Beginn der Linzergasse. Wenn man von der Steingasse auf die andere Salzachseite schaut, kann man sich gut vorstellen, wo die erste Überquerung der Salzach im Mittelalter gelegen hat. Der Brückenkopf wurde über die Jahrhunderte ausgeweitet und mit Stadtmauern und Bollwerken gesichert.

Als Kaiser Franz Josef I. 1860 dem Herzogtum Salzburg die Bollwerke schenkte, wurden diese geschliffen. Die Salzburger Neustadt entstand rund um die Andräkirche am Mirabellplatz. Die aus Friaul (Italien) stammende Bauunternehmerfamilie Ceconi baute prachtvolle Bürgerhäuser. Und sie legte dem Verlauf der ehemaligen Befestigungsanlagen folgend zu Ehren des Kaisers die Franz Josefstraße an. Diese mündet in den Kurgarten mit dem Rosenhügel.

Das Gay Village Salzburgs

Heute ist das Andräviertel ein lebendiger, urbaner Teil Salzburgs. Donnerstags ist Schrannen-Markt rund um die Kirche, nicht nur ein kulinarisches sondern auch gesellschaftliches Ereignis. Im Viertel trifft Theater und Musik auf junge Gewerbetreibende, Alt-Wiener Kaffeehauskultur auf moderne Küche. Im Viertel sind alle LGBT-Szeneläden beheimatet, wenn man so will das Village Salzburgs. So fühlt man sich beim Flanieren an Paris oder Wien erinnert. Und es ist doch Salzburg.

www.forum-andraeviertel.at

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