Salzburg queer
Foto: gaysalzburg.at/Carina Karolus

Salzburg Queer Update

30.03.2024 Heute in elf Tagen startet der Skipride 2024 in Zell am See/Kaprun. Ein langes Wochenende mit Skifahren am Kitzsteinhorngletscher. Dazu drei Partynächte und ein internationales schwules Publikum – mit hohem Flirtfaktor! Los geht’s am Mittwoch, 10.04. um 22 Uhr. Dann startet nämlich ein Reisebus in Köln. Dieser fährt mit Zwischenstopps in Frankfurt, Würzburg und München zum Zusteigen und wird am 11.04. gegen 9 Uhr morgens in Kaprun erwartet.

Gay Ski event Salzburg

Es gibt Last-Minute-Tickets. Ab 340 Euro für 2 Personen 3 Übernachtungen im DZ inkl. Frühstück sowie alle Partyeintritte und Skiguiding. Und für Gäste aus NRW und München inkl. Busanreise. Wer also kurzentschlossen ein in jeder Hinsicht rasantes Ski- und Partywochenende in atemberaubender landschaftlicher Umgebung erleben will, checkt hier ein.

20.03.2024 Die Menschenrechtsstadt Salzburg hat Diversität und Offenheit auf ihre Fahnen geschrieben. Daran dürfte sich nach der Gemeinde- und Bürgermeisterwahl vom vorletzten Sonntag in den nächsten fünf Jahren wohl nichts wesentlich ändern. Denn die Wahl ist insoweit entschieden, dass die Kandidaten der SPÖ und der KPÖ in die Stichwahl am nächsten Sonntag (24.03.) gehen werden. So schauen wir einigermaßen erleichtert (s. Beitrag vom 14.02.) auf die nächsten Highlights im kulturellen und queeren Kalender der Stadt.

Die Osterfestspiele haben seit 2023 zwei neue Kunstsparten in ihrem Programm. Elektronische Musik und Tanz. Am 28.03. wird DJ Max Cooper die Felsenreitschule in ein Meer von Klängen und Lichtern verwandeln. In 2022 hat Max Cooper die Akropolis in Athen in ein spektakuläres Ambiente getaucht. Da dürfen wir gespannt sein, wie die Felsenreitschule mit ihrer großen Bühne und den in den Fels gehauenen Arkaden durch Sound&Light wirken wird.

Osterfestspiele 2024
Max Cooper. Foto: Alex Kozobolis

Ebenfalls im Rahmen der Osterfestspiele 2024 widmet sich am 22.03. die preisgekrönte Choreografin Sasha Waltz erstmals einem religiös geprägten Musikwerk: der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Ebenfalls in der Felsenreitschule.

Parallel zu den Osterfestspielen läuft die nächste Art&Antique in der Residenz. Österreichische und internationale Galerien zeigen ein sehr breites Spektrum künstlerischen Schaffens. Der Kontrast zu der Jahrhunderte alten Architektur der Residenz ist kaum zu toppen. Und wo wir schon bei Geschichte sind: Am 6.04. geht die nächste queere Stadtführung mit Roman Forisch an den Start. Zwei interessante Stunden, in denen man/frau einiges lernen kann über historische und mutmaßlich bzw. gesichert homosexuelle Persönlichkeiten und ihr Wirken in der Mozartstadt. Und am kommenden Samstag (23.03.) lädt Gigi La Pajette zum Pornokaraoke im Dark Eagle.

14.02.2024 „Wir werden diesen Regenbogenzirkus abdrehen“ so der FPÖ-Spitzenkandidat Paul Dürnberger im Interview mit den Salzburger Nachrichten am 5.02. Es geht um die am 10.03.2024 stattfindende Bürgermeister- und Gemeinderatswahl in Salzburg. Krude Positionen werden in diesem Interview geäußert. „Regenbogenflaggen oder gleichgeschlechtliche Ampelmännchen wird es mit uns nicht geben. Wir stehen für ein klassisches Familienbild.“ Dass jegliche Förderung von LGBT- aber auch von Kulturinstitutionen wie das Sead oder Jazzit gestrichen werden sollen versteht sich da von selbst.

Bei einer vier Wochen alten Umfrage kommt FPÖ-Kandidat Dürnberger allerdings nur auf 10-12%, was angesichts der im Interview geäußerten Ansichten beruhigend wirkt. Nichtsdestotrotz sollten am 10.03. alle Wahlberechtigten ihren bürgerlichen Pflichten nachkommen und von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Wie wir im o.g. Interview lesen können, würde Salzburg mit einer FPÖ-Stadtregierung sein weltoffenes und liberales Flair sehr wahrscheinlich verlieren, ein Flair, wofür wir diese Stadt doch so lieben. Also: wer darf geht am 10.03. bitte wählen!

1.01.2024 Das Sternschießen am Silvestertag ist eine Tradition die nur in der Landeshauptstadt und im Flach- und Tennengau ausgeübt wird. Der Beginn ist um 15 Uhr in den entlegensten Gebieten der teilnehmenden Bezirke. Die Schüsse kommen allmählich näher und formen einen immer engeren Kreis um die Stadt Salzburg. Schließlich erklingen die Schüsse von den Bergen der Stadt Salzburg und erreichen um 16.15 Uhr ihren Höhepunkt von der Staatsbrücke aus. Zu Mitternacht waren dann trotz Regen und kaltem Wind viele Menschen längs der Salzach zwischen den Brücken verteilt, um mit Raketen das neue Jahr zu begrüßen.

Das Team von gaysalzburg.at wünscht allen Usern ein gutes 2024. Wir freuen uns auf ein spannendes queeres und kulturelles Jahr in unserer Lieblingsstadt, der Bühne der Welt – auch für Schwule, Lesben und Transmenschen.
Peter Goebel (Redaktion), Florian Niederseer (Redaktion), Carina Karolus (Fotos).

Veröffentlicht 12. Juni 2024Aktualisiert 6. Juli 2024

Seiten: 1 2 3

Werbung

Spielzeugmuseum Anger

Auch interessant!

Das wird das Pridefestival Salzburg 2024

„Be visible Schatzi“ wird auch in diesem Jahr das Motto des Pridefestivals Salzburg. „Es geht um die Sichtbarkeit der Community in der Stadt – aber auch darum dass die Partnerinnen und Partner aus Institutionen der Stadt sich mit uns zeigen“ so Conny Felice im Interview mit gaysalzburg.at in 2023. Vom 30.08. bis 8.09. feiert die Salzburger queere Community nun das dritte Pridefestival in Folge und erfüllt damit erneut den Anspruch dieses Mottos. [Weiterlesen]

Das wird der Unken Pride 2024

„Die Heublumen sind ein queerer Verein mit dem Ziel ländliche LGBTQIA+ Communities zu unterstützen“, so die Selbstbeschreibung auf Facebook. Das tun sie auch dieses Jahr wieder, u.a. mit dem Unken Pride 2024. Am 20. Juli wird die Regenbogenparade durch den kleinen Ort im Pinzgau ziehen. Vor der malerischen Bergkulisse wird queeres Selbstbewusstsein gezeigt. Und immer mehr Menschen machen mit. [Weiterlesen]

QueKuWas? QueKuSa!

Seit ungefähr zweieinhalb Jahren begeistert die Magic Garage mit ihrer Dragshow das Publikum in Salzburg. Um dem wachsenden Erfolg gerecht werden zu können wurde jetzt der Verein QueKuSa gegründet. Einerseits der rechtliche Rahmen für die Magic Garage und andererseits Basis für viele weitere Aktivitäten für queere Kultur in Salzburg. [Weiterlesen]